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28.07.2010


Frühtracht von "Düsseldorf Natural" eingefahren: Airport seit vier Jahren im Bereich Biomonitoring aktiv

Sie tragen schwarz-gelbe Querstreifen – und wirken dabei alles andere als korpulent. Windschnittig durchstreifen sie auf der Suche nach Nahrung die flughafennahe Flora. Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. Die Rede ist von rund 200.000 Bienen, die im Auftrag von Düsseldorf International unterwegs sind. Untersucht man ihren Honig, lassen sich Rückschlüsse auf mögliche Belastungen der direkten Flughafenumgebung ziehen.

„Wir nutzen verschiedene physikalische Messsysteme, um die Luftqualität permanent zu erfassen und zu dokumentieren“, erläutert Veronika Bappert, Leiterin des Bereichs Nachbarschaftsdialog und Immissionsschutz am Airport. „Will man die dadurch gewonnenen Messergebnisse durch zusätzliche Maßnahmen ergänzen, bieten sich Bioindikations-programme an. Wir setzen hier auf Bienen.“

Bienen, die sich von süßen Pflanzensäften wie Nektar und von Pollen ernähren, nehmen Schadstoffe zum einen über ihre Nahrung auf – zum anderen auch über Wasser oder die Luft. Die Umweltbedingungen im „Einzugsgebiet“, welches in der Regel einen Radius von rund drei Kilometern umfasst, spiegeln sich im Honig wider. Das bedeutet: Untersuchungen des Honigs durch renommierte Labore zeichnen ein Bild der möglichen Schadstoffbelastung und des Pflanzenbestandes in der nahen Flughafenumgebung.

„Düsseldorf Natural“ – ein Qualitätshonig mit Prädikat

Doppelt hält besser: Bereits seit 2006 sind die fliegenden Biodetektive für den Düsseldorfer Flughafen im Einsatz und liefern seitdem jährlich eine Früh- und eine Spättracht. Die Ernte wird stets doppelt analysiert. Das unabhängige Fachlabor für Umweltanalytik OrgaLab in Zirndorf untersucht den Airport-Honig namens „Düsseldorf Natural“ auf Schadstoffe wie Schwermetalle und polyzyklische Kohlenwasserstoffe (PAK). Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz  und Lebensmittelqualität in Celle, kurz LAVES, richtet sein Augenmerk hingegen auf die allgemeine Qualität des Honigs. Die jüngsten Ergebnisse bestätigen: Die Düsseldorfer Frühtracht 2010 zeigt keine Auffälligkeiten. Bei dem Flughafenhonig handelt es sich um ein Qualitätsprodukt mit Prädikat.

Zu dem sehr guten Zeugnis beigetragen haben auch die Imker des Kaiserswerther Bienenzuchtvereins: „Mit großem Engagement und fundiertem Fachwissen betreuen sie seit Beginn des Projekts die vier Bienenstöcke, die in der Nähe des Flughafentors 18 beheimatet sind“, unterstreicht Veronika Bappert. „Für diesen besonderen Einsatz und die Unterstützung bedanken wir uns herzlich.“ Ein verzehrbares Resultat des besonderen Einsatzes von Bienen und Imkern: rund 160 Gläser Flughafenhonig à 250 Gramm (Frühtracht 2010).

Ein weiterer, ökologisch gesehen positiver Effekt, den die lebenden Bioindikatoren mit sich bringen: Ohne die gezielte Bestäubung durch Bienen wäre ein großer Teil der Wild- und Kulturpflanzen vom Aussterben bedroht. Zudem sichert die professionelle Bestäubung von Kulturpflanzen höhere Erträge.

Hinweis an die Redaktionen: Digitales Bildmaterial stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schicken Sie einfach eine Mail an medienservice@dus-int.de oder rufen Sie uns an unter der Telefonnummer 0211/421-50 000.